Die ISTQB-Foundation-Level-Prüfung überprüft nicht nur, ob du bestimmte Definitionen auswendig kennst. Viele Fragen erfordern ein tatsächliches Verständnis der beschriebenen Situation. Du musst beispielsweise eine geeignete Testtechnik erkennen, ein Risiko bewerten oder theoretisches Wissen auf ein praktisches Beispiel anwenden.
Aus diesem Grund reicht es häufig nicht aus, den Lehrplan nur einmal durchzulesen. Du solltest dich zusätzlich an die typische Formulierung der Prüfungsfragen gewöhnen. Außerdem ist es wichtig, falsche Antworten systematisch auszuschließen und auf Begriffe wie „am besten“, „am geeignetsten“, „immer“ oder „niemals“ zu achten.
In diesem Artikel findest du 10 selbst erstellte Fragen, die sich an den Themen des aktuellen ISTQB-Foundation-Level-Lehrplans orientieren. Zu jeder Frage erhältst du die richtige Antwort und eine ausführliche Erklärung.
Wichtig: Bei den folgenden Fragen handelt es sich nicht um echte oder geleakte Prüfungsfragen. Sie sollen dir dabei helfen, deinen Wissensstand zu überprüfen und die Art der möglichen Aufgaben besser zu verstehen.
Wie ist die ISTQB-Foundation-Level-Prüfung aufgebaut?
Die Foundation-Level-Prüfung besteht aus 40 Fragen. Für jede richtig beantwortete Frage erhältst du einen Punkt.
Um die Prüfung zu bestehen, musst du mindestens 26 Punkte beziehungsweise 65 Prozent erreichen.
Die reguläre Prüfungsdauer beträgt 60 Minuten. Personen, die die Prüfung nicht in ihrer Muttersprache ablegen, können abhängig vom Prüfungsanbieter zusätzliche Zeit erhalten.
In der Prüfung gibt es Fragen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Einige überprüfen grundlegende Begriffe und Definitionen. Andere beschreiben konkrete Situationen, die du analysieren musst.
Du kannst außerdem Aufgaben erhalten, bei denen du eine Testentwurfstechnik anwenden musst, beispielsweise die Äquivalenzklassenbildung oder die Grenzwertanalyse.
Kommen wir nun zu den Fragen.
Frage 1: Was ist eines der wichtigsten Ziele des Testens?
Welche Aussage beschreibt eines der wichtigsten Ziele des Softwaretestens am besten?
A. Nachzuweisen, dass das getestete System keinerlei Fehler enthält
B. Alle möglichen Fehler vor der Veröffentlichung des Produkts zu finden
C. Das Risiko zu reduzieren und das Vertrauen in die Qualität des Produkts zu erhöhen
D. Zu garantieren, dass Benutzer niemals einen Systemausfall erleben
Richtige Antwort: C
Erklärung
Testen kann das Vertrauen in die Qualität eines Produkts erhöhen und das mit seiner Nutzung verbundene Risiko reduzieren.
Es ist jedoch nicht möglich, durch Testen nachzuweisen, dass ein System vollständig fehlerfrei ist.
Selbst wenn alle durchgeführten Tests erfolgreich abgeschlossen wurden, bedeutet das lediglich, dass unter den getesteten Bedingungen und mit den verwendeten Testdaten keine Fehler beobachtet wurden.
Es ist weiterhin möglich, dass sich Fehler in nicht getesteten Bereichen befinden.
Die Antworten A, B und D enthalten Formulierungen, die eine vollständige Sicherheit versprechen. Solche Aussagen sollten dir in der Prüfung sofort auffallen.
Testen reduziert Risiken, kann aber keine absolute Fehlerfreiheit garantieren.
Frage 2: Was beschreibt das Pestizid-Paradoxon?
Ein Testteam führt seit mehreren Monaten immer wieder dieselben Regressionstests aus. Mit der Zeit entdecken diese Tests keine neuen Fehler mehr.
Welcher Testgrundsatz beschreibt diese Situation am besten?
A. Testen zeigt die Anwesenheit, nicht aber die Abwesenheit von Fehlerzuständen
B. Testen ist kontextabhängig
C. Fehlerzustände treten gehäuft auf
D. Tests verlieren mit der Zeit an Wirksamkeit, wenn sie nicht aktualisiert werden
Richtige Antwort: D
Erklärung
Diese Situation beschreibt das sogenannte Pestizid-Paradoxon.
Wenn dieselben Tests immer wieder mit identischen Daten und Abläufen durchgeführt werden, können sie mit der Zeit ihre Wirksamkeit verlieren.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das getestete System inzwischen fehlerfrei ist.
Wahrscheinlicher ist, dass die Tests weiterhin nur dieselben Funktionen, Pfade und Daten überprüfen, während neue Fehler in anderen Bereichen auftreten.
Aus diesem Grund sollten Testfälle regelmäßig überprüft, aktualisiert und erweitert werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- neue Testdaten,
- zusätzliche Testfälle,
- neue Risikobereiche,
- geänderte Anforderungen,
- Erkenntnisse aus bereits gefundenen Fehlern.
In einer Prüfungsfrage wird der Name dieses Grundsatzes nicht immer direkt genannt. Häufig erhältst du stattdessen eine Situationsbeschreibung und musst erkennen, welcher Grundsatz dahintersteht.
Frage 3: Bei welcher Aktivität wird festgelegt, was getestet werden soll?
Bei welcher Testaktivität analysiert das Team die Testbasis und identifiziert Merkmale, Bedingungen und Bereiche, die überprüft werden sollen?
A. Testplanung
B. Testanalyse
C. Testrealisierung
D. Testabschluss
Richtige Antwort: B
Erklärung
Während der Testanalyse wird in erster Linie festgelegt, was getestet werden soll.
Das Team analysiert beispielsweise:
- Anforderungen,
- User Stories,
- Akzeptanzkriterien,
- Modelle,
- Spezifikationen,
- technische Dokumentationen.
Auf dieser Grundlage werden Testbedingungen identifiziert.
Eine Testbedingung beschreibt einen Aspekt des Systems, der überprüft werden soll.
Eine hilfreiche Unterscheidung lautet:
- Die Testanalyse beantwortet die Frage: „Was soll getestet werden?“
- Der Testentwurf beantwortet die Frage: „Wie soll es getestet werden?“
- Die Testrealisierung umfasst die Vorbereitung konkreter Testfälle, Testdaten, Testabläufe und Testsuiten.
- Die Testdurchführung umfasst die Ausführung der Tests und den Vergleich der tatsächlichen mit den erwarteten Ergebnissen.
In Prüfungsfragen klingen die einzelnen Testaktivitäten häufig sehr ähnlich. Daher solltest du nicht nur die Namen auswendig lernen, sondern den jeweiligen Zweck verstehen.
Frage 4: Was bedeutet Shift Left?
Welche Aktivität ist das beste Beispiel für den Shift-Left-Ansatz?
A. Alle Tests an das Ende des Projekts zu verschieben
B. Erst nach Abschluss der gesamten Implementierung mit dem Testen zu beginnen
C. Anforderungen und Akzeptanzkriterien vor Beginn der Programmierung zu überprüfen
D. Ausschließlich automatisierte Tests in der Produktionsumgebung auszuführen
Richtige Antwort: C
Erklärung
Shift Left bedeutet, bestimmte Qualitäts- und Testaktivitäten möglichst früh im Softwareentwicklungslebenszyklus durchzuführen.
Ein gutes Beispiel ist die Beteiligung von Testern an:
- der Analyse von Anforderungen,
- der Überprüfung von User Stories,
- der Formulierung von Akzeptanzkriterien,
- der Planung von Tests vor Beginn der Implementierung.
Je früher ein Problem entdeckt wird, desto einfacher und kostengünstiger kann es normalerweise behoben werden.
Wird eine Unklarheit bereits in einer Anforderung erkannt, kann sie häufig mit wenig Aufwand korrigiert werden.
Wird dasselbe Problem erst nach der Implementierung gefunden, müssen möglicherweise der Quellcode, die Tests, die Dokumentation und sogar die Architektur angepasst werden.
Shift Left bedeutet allerdings nicht, dass alle Tests vollständig an den Anfang des Projekts verschoben werden.
Einige Testarten erfordern weiterhin einen implementierten Bestandteil, ein integriertes System oder eine produktionsnahe Umgebung.
Der wichtigste Gedanke besteht darin, Qualitätsaktivitäten so früh wie sinnvoll zu beginnen.
Frage 5: Welche Aktivität ist ein Beispiel für statisches Testen?
Welche der folgenden Aktivitäten ist ein Beispiel für statisches Testen?
A. Ausführen von Komponententests
B. Überprüfen der Funktion eines Anmeldeformulars
C. Durchführen eines Reviews der Anforderungen, ohne das Programm auszuführen
D. Ausführen eines Performanztests
Richtige Antwort: C
Erklärung
Beim statischen Testen werden Arbeitsergebnisse untersucht, ohne dass der Programmcode ausgeführt wird.
Dazu gehören beispielsweise Reviews von:
- Anforderungen,
- Spezifikationen,
- Quellcode,
- Testfällen,
- Modellen,
- Dokumentationen.
Beim dynamischen Testen wird die Software hingegen ausgeführt.
Komponententests, Tests eines Anmeldeformulars und Performanztests sind daher Beispiele für dynamisches Testen.
Statisches Testen bietet den Vorteil, dass Probleme sehr früh gefunden werden können.
Während eines Anforderungsreviews können beispielsweise folgende Probleme erkannt werden:
- unklare Formulierungen,
- widersprüchliche Anforderungen,
- fehlende Informationen,
- nicht testbare Anforderungen,
- falsche Annahmen.
Bei einem Review wird also nicht nur nach Fehlern im Quellcode gesucht. Probleme können sich auch in Anforderungen, Modellen, Dokumentationen oder Testfällen befinden.
Frage 6: Äquivalenzklassenbildung
Ein Feld mit der Bezeichnung „Alter“ akzeptiert ganzzahlige Werte von 18 bis einschließlich 65.
Welche Testdaten decken alle Äquivalenzklassen ab?
A. 18, 40, 65
B. 17, 40, 66
C. 18, 19, 20
D. 17, 18, 65
Richtige Antwort: B
Erklärung
In diesem Beispiel können drei Äquivalenzklassen identifiziert werden:
- Werte kleiner als 18 – ungültige Äquivalenzklasse,
- Werte von 18 bis 65 – gültige Äquivalenzklasse,
- Werte größer als 65 – ungültige Äquivalenzklasse.
Die Werte 17, 40 und 66 enthalten jeweils einen Vertreter jeder Äquivalenzklasse.
Bei der Äquivalenzklassenbildung gehen wir davon aus, dass Werte innerhalb derselben Klasse vom System auf ähnliche Weise verarbeitet werden.
Daher ist es nicht erforderlich, jede Zahl zwischen 18 und 65 zu testen, wenn lediglich die Äquivalenzklassen abgedeckt werden sollen.
Antwort A enthält ausschließlich gültige Werte.
Antwort C überprüft ebenfalls nur die gültige Klasse.
Antwort D enthält keinen Wert, der größer als 65 ist.
In der Prüfung solltest du zunächst selbst die Klassen identifizieren und erst anschließend die möglichen Antworten vergleichen.
Frage 7: Grenzwertanalyse
Ein Feld mit der Bezeichnung „Alter“ akzeptiert ganzzahlige Werte von 18 bis einschließlich 65.
Welche Testdaten entsprechen einer 2-Wert-Grenzwertanalyse?
A. 18 und 65
B. 17, 18, 65 und 66
C. 16, 17, 18, 65, 66 und 67
D. 17, 40 und 66
Richtige Antwort: B
Erklärung
Die Grenzen des gültigen Bereichs liegen bei 18 und 65.
Bei der 2-Wert-Grenzwertanalyse werden für jede Grenze zwei Werte berücksichtigt:
- der Wert direkt an der Grenze,
- der nächstgelegene Wert auf der anderen Seite der Grenze.
Daraus ergeben sich folgende Werte:
- 17 – direkt unterhalb der unteren Grenze,
- 18 – untere gültige Grenze,
- 65 – obere gültige Grenze,
- 66 – direkt oberhalb der oberen Grenze.
Antwort A enthält lediglich die gültigen Grenzwerte. Die Werte direkt außerhalb des gültigen Bereichs fehlen.
Antwort C enthält zusätzliche Werte und entspricht eher einer erweiterten Grenzwertanalyse.
Antwort D kombiniert einen Wert unterhalb des gültigen Bereichs, einen typischen gültigen Wert und einen Wert oberhalb des gültigen Bereichs. Das ist jedoch keine vollständige 2-Wert-Grenzwertanalyse.
Fragen zur Grenzwertanalyse sind häufig schwierig, weil verschiedene Varianten leicht miteinander verwechselt werden können.
Achte deshalb genau darauf, welche Art der Grenzwertanalyse in der Aufgabe verlangt wird.
Frage 8: Entscheidungstabellentest
Ein Onlineshop bietet kostenlosen Versand an, wenn ein Kunde ein Premiumkonto besitzt oder der Bestellwert mindestens 200 Euro beträgt.
Wie viele Kombinationen müssen in einer vollständigen Entscheidungstabelle berücksichtigt werden, wenn beide Bedingungen jeweils den Wert „Ja“ oder „Nein“ annehmen können?
A. 2
B. 3
C. 4
D. 8
Richtige Antwort: C
Erklärung
Es gibt zwei unabhängige Bedingungen:
- Der Kunde besitzt ein Premiumkonto: Ja oder Nein.
- Der Bestellwert beträgt mindestens 200 Euro: Ja oder Nein.
Die Anzahl möglicher Kombinationen kann mit 2² berechnet werden.
Das ergibt insgesamt 4 Kombinationen:
- Premiumkonto: Ja, Bestellwert mindestens 200 Euro: Ja
- Premiumkonto: Ja, Bestellwert mindestens 200 Euro: Nein
- Premiumkonto: Nein, Bestellwert mindestens 200 Euro: Ja
- Premiumkonto: Nein, Bestellwert mindestens 200 Euro: Nein
In den ersten drei Fällen erhält der Kunde kostenlosen Versand.
Nur im letzten Fall wird kein kostenloser Versand gewährt.
Entscheidungstabellen sind besonders hilfreich, wenn ein Ergebnis von mehreren Geschäftsbedingungen abhängt.
Sie helfen dabei, Regeln strukturiert darzustellen und sicherzustellen, dass keine wichtige Kombination vergessen wird.
Frage 9: Zustandsübergangstest
Ein Benutzerkonto wird nach drei aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen gesperrt.
Eine erfolgreiche Anmeldung setzt den Zähler fehlgeschlagener Versuche wieder auf null.
Welchen Zustand hat das Konto nach der folgenden Sequenz?
- Fehlgeschlagene Anmeldung
- Fehlgeschlagene Anmeldung
- Erfolgreiche Anmeldung
- Fehlgeschlagene Anmeldung
- Fehlgeschlagene Anmeldung
A. Das Konto wird nach dem zweiten Schritt gesperrt
B. Das Konto wird nach dem fünften Schritt gesperrt
C. Das Konto bleibt aktiv
D. Der Zustand des Kontos kann nicht bestimmt werden
Richtige Antwort: C
Erklärung
Nach den ersten beiden fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen beträgt der Zähler 2.
Danach erfolgt eine erfolgreiche Anmeldung. Dadurch wird der Zähler auf null zurückgesetzt.
Die beiden nächsten fehlgeschlagenen Anmeldeversuche erhöhen den Zähler erneut auf 2.
Da das Konto erst nach drei aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen Versuchen gesperrt wird, bleibt es aktiv.
Diese Aufgabe überprüft nicht nur dein Verständnis des Zustandsübergangstests, sondern auch deine Fähigkeit, eine vollständige Ereignissequenz genau zu verfolgen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, alle fehlgeschlagenen Versuche zu addieren und zu übersehen, dass die erfolgreiche Anmeldung den Zähler zurücksetzt.
Der Zustandsübergangstest eignet sich unter anderem für:
- Anmeldeprozesse,
- Kontosperrungen,
- Bestellstatus,
- Workflows,
- Abonnements,
- Zahlungsvorgänge,
- Systeme, deren Verhalten vom aktuellen Zustand abhängt.
Frage 10: Risikobasiertes Testen
Ein Testteam verfügt vor der Veröffentlichung einer Anwendung nur über begrenzte Zeit.
Es wurden zwei Bereiche identifiziert:
- Bereich A: hohe Ausfallwahrscheinlichkeit und sehr schwerwiegende geschäftliche Auswirkungen,
- Bereich B: geringe Ausfallwahrscheinlichkeit und geringe geschäftliche Auswirkungen.
Welcher Bereich sollte eine höhere Testpriorität erhalten?
A. Bereich A
B. Bereich B
C. Beide Bereiche müssen immer dieselbe Priorität erhalten
D. Die Priorität kann nicht anhand des Risikos bestimmt werden
Richtige Antwort: A
Erklärung
Die Höhe eines Produktrisikos hängt unter anderem von zwei Faktoren ab:
- der Wahrscheinlichkeit, dass ein Problem auftritt,
- den Auswirkungen, die dieses Problem haben kann.
Bereich A besitzt sowohl eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit als auch schwerwiegende geschäftliche Auswirkungen.
Daher sollte dieser Bereich eine höhere Testpriorität erhalten.
Risikobasiertes Testen hilft unter anderem dabei zu entscheiden:
- welche Bereiche zuerst getestet werden,
- wo besonders detaillierte Tests erforderlich sind,
- wofür mehr Testzeit eingeplant werden sollte,
- welche Tests bei Zeitmangel unbedingt durchgeführt werden müssen,
- wo erfahrene Tester eingesetzt werden sollten.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Bereich B überhaupt nicht getestet wird.
Bei begrenzten Ressourcen sollte jedoch zuerst der Bereich überprüft werden, dessen Ausfall den größten Schaden verursachen könnte.
Wie kannst du dein Ergebnis bewerten?
Zähle, wie viele Fragen du richtig beantwortet hast.
9 bis 10 richtige Antworten
Sehr gutes Ergebnis.
Du verstehst die beschriebenen Themen und kannst dein Wissen auch auf praktische Situationen anwenden.
Trotzdem solltest du vor der Prüfung vollständige Prüfungssimulationen mit 40 Fragen durchführen, um zusätzlich dein Zeitmanagement zu trainieren.
7 bis 8 richtige Antworten
Du verfügst bereits über eine solide Grundlage.
Einige Bereiche solltest du jedoch noch einmal wiederholen.
Konzentriere dich besonders auf die Fragen, bei denen du geraten hast oder dir bei der Antwort nicht sicher warst.
5 bis 6 richtige Antworten
Du solltest zum Lehrplan zurückkehren und die wichtigsten Grundlagen noch einmal systematisch wiederholen.
Lerne nicht nur die richtige Antwort auswendig.
Versuche zu verstehen, warum die anderen Antworten falsch sind.
Weniger als 5 richtige Antworten
Du benötigst noch etwas mehr Vorbereitungszeit.
Beginne am besten mit den Grundlagen des Testens, den Testaktivitäten, dem statischen Testen und den wichtigsten Testentwurfstechniken.
Typische Fehler bei ISTQB-Prüfungsfragen
Einer der häufigsten Fehler ist das zu schnelle Lesen der Aufgaben.
Manchmal kann ein einziges Wort die Bedeutung der gesamten Frage verändern.
Achte besonders auf Formulierungen wie:
- „die beste Antwort“,
- „die am besten geeignete Maßnahme“,
- „die erste Aktivität“,
- „die geringste Abdeckung“,
- „genau zwei Antworten“.
Ein weiteres Problem besteht darin, auf Grundlage der eigenen Berufserfahrung zu antworten, anstatt sich an der Terminologie und dem Vorgehen des Lehrplans zu orientieren.
In einem konkreten Unternehmen kann der Testprozess anders aussehen.
Einige Aktivitäten können andere Namen besitzen oder von einer einzigen Person gemeinsam durchgeführt werden.
In der Prüfung solltest du jedoch immer die Antwort auswählen, die dem offiziellen Lehrplan entspricht.
Achte außerdem auf Aussagen mit Begriffen wie:
- „immer“,
- „niemals“,
- „alle“,
- „garantiert“.
Beim Testen gibt es nur selten vollständige Sicherheit.
Solche Antworten sind deshalb häufig falsch. Du solltest sie dennoch nicht automatisch ausschließen, ohne die gesamte Aussage gelesen zu haben.
Wie kannst du dich effektiv auf die Prüfung vorbereiten?
Die besten Ergebnisse erreichst du, wenn du theoretisches Lernen mit regelmäßigem Üben kombinierst.
Lies zunächst das entsprechende Kapitel im Lehrplan.
Anschließend solltest du Fragen zu diesem Themenbereich lösen.
Nach jeder falschen Antwort solltest du zur Theorie zurückkehren und überprüfen, warum deine Antwort nicht korrekt war.
Lerne die Antworten nicht ausschließlich auswendig.
In der echten Prüfung kann dieselbe Idee in einer völlig anderen Situation beschrieben werden.
Wenn du das zugrunde liegende Konzept verstanden hast, kannst du die Frage auch dann lösen, wenn andere Namen, Zahlen oder Beispiele verwendet werden.
Vor der Prüfung solltest du außerdem mehrere vollständige Prüfungssimulationen unter Zeitdruck durchführen.
40 Fragen am Stück zu lösen, ist eine andere Erfahrung als einzelne Aufgaben während des Lernens zu beantworten.
Es ist außerdem sinnvoll, schwierige Fragen zu markieren und später zu ihnen zurückzukehren.
Wenn du für eine Aufgabe zu viel Zeit benötigst, gehe zunächst weiter.
Möglicherweise sind die nächsten Fragen deutlich einfacher.
Zusammenfassung
Die Vorbereitung auf die ISTQB-Foundation-Level-Prüfung erfordert sowohl die Kenntnis grundlegender Begriffe als auch die Fähigkeit, diese in konkreten Situationen anzuwenden.
Zu den besonders wichtigen Themen gehören:
- Ziele und Grundsätze des Testens,
- Testaktivitäten,
- statisches Testen,
- Testen im Softwareentwicklungslebenszyklus,
- Äquivalenzklassenbildung,
- Grenzwertanalyse,
- Entscheidungstabellentest,
- Zustandsübergangstest,
- risikobasiertes Testen.
Die zehn Fragen aus diesem Artikel sind nur ein Anfang.
Je mehr unterschiedliche Beispiele du vor der Prüfung analysierst, desto leichter wird es dir fallen, typische Fragemuster zu erkennen und falsche Antworten auszuschließen.
Wenn du weitere Prüfungsfragen mit Lösungen und ausführlichen Erklärungen üben möchtest, sieh dir meinen Kurs „ISTQB Foundation Level: Vorbereitung auf die Prüfung“ an.
Der Kurs hilft dir dabei, dein Wissen systematisch zu überprüfen und dich gezielt auf das Prüfungsformat vorzubereiten.
