Rafał Podraza
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28. Juni 2026

Grafana für Anfänger: Was ist Grafana und wofür wird es verwendet?

Grafana ist eines der beliebtesten Tools zur Überwachung von Anwendungen, Servern und IT-Infrastruktur. In diesem Artikel erkläre ich einfach und verständlich, was Grafana ist, wofür es verwendet wird und warum es sich lohnt, dieses Tool zu lernen, wenn du dich für DevOps, Systemadministration, Monitoring oder Software Testing interessierst.

Grafana für Anfänger: Was ist Grafana und wofür wird es verwendet?

Grafana für Anfänger: Was ist Grafana und wofür wird es verwendet?

Wenn du anfängst, dich mit Monitoring, DevOps, Systemadministration oder dem Betrieb von Anwendungen zu beschäftigen, wirst du sehr schnell auf den Namen Grafana stoßen.

Und ehrlich gesagt: Das ist kein Zufall.

Grafana ist eines dieser Tools, die in der IT sehr häufig eingesetzt werden. Man findet es beim Monitoring von Anwendungen, Servern, Datenbanken, Containern, Kubernetes-Umgebungen, Cloud-Diensten und manchmal sogar bei Business-Dashboards.

In diesem Artikel möchte ich dir einfach erklären, was Grafana ist, wofür es verwendet wird und warum es sich lohnt, dieses Tool zu kennen.

Ohne unnötige Theorie. Einfach und praktisch.


Was ist Grafana?

Grafana ist ein Tool zur Visualisierung, Analyse und Überwachung von Daten.

Einfach gesagt: Grafana hilft dabei, technische Rohdaten in verständliche Diagramme, Panels, Dashboards und Alerts umzuwandeln.

Anstatt nur trockene Zahlen, Logs oder Metriken im Terminal zu betrachten, kannst du alles in einem übersichtlichen Dashboard sehen.

Zum Beispiel kannst du in Grafana Folgendes überwachen:

  • CPU-Auslastung,
  • RAM-Auslastung,
  • Serverlast,
  • Anzahl der Fehler in einer Anwendung,
  • Antwortzeit einer API,
  • Anzahl der HTTP-Requests,
  • Status von Docker-Containern,
  • Kubernetes-Metriken,
  • Datenbankmetriken,
  • Anwendungslogs,
  • Verfügbarkeit von Diensten,
  • Systemleistung.

Du musst also nicht mehr raten, was mit deiner Anwendung oder deinem Server passiert. Du kannst es einfach sehen.

Und genau das ist der größte Vorteil von Grafana.


Wofür wird Grafana verwendet?

Grafana wird hauptsächlich verwendet, um Systeme zu überwachen und Probleme schneller zu erkennen.

Stell dir eine einfache Situation vor.

Du hast eine Webanwendung. Alles funktioniert gut, aber plötzlich melden Benutzer, dass die Website langsam ist. Ohne Monitoring beginnst du zu raten:

  • vielleicht ist der Server überlastet,
  • vielleicht ist die Datenbank langsam,
  • vielleicht gibt es einen Fehler in der Anwendung,
  • vielleicht betrifft das Problem nur einige Benutzer,
  • vielleicht ist beim letzten Deployment etwas schiefgelaufen.

Jetzt stell dir dieselbe Situation mit Grafana vor.

Du öffnest das Dashboard und siehst:

  • die CPU-Auslastung ist auf 95 % gestiegen,
  • die Anzahl der API-Requests ist stark angestiegen,
  • die Antwortzeit der Anwendung ist von 200 ms auf 3 Sekunden gestiegen,
  • die Datenbank antwortet langsamer,
  • in den Logs erscheinen neue Fehler.

Du hast sofort viel mehr Informationen. Du musst nicht im Dunkeln suchen.

Grafana löst das Problem nicht automatisch für dich, aber es hilft dir zu verstehen, wo das Problem liegen könnte.


Dashboards in Grafana

Einer der wichtigsten Begriffe in Grafana ist das Dashboard.

Ein Dashboard ist eine Ansicht, auf der verschiedene Panels mit Daten angezeigt werden.

Auf einem solchen Dashboard kannst du zum Beispiel Folgendes anzeigen:

  • ein Diagramm zur CPU-Auslastung,
  • ein Diagramm zur RAM-Auslastung,
  • die Anzahl aktiver Benutzer,
  • die Anzahl der HTTP-500-Fehler,
  • die durchschnittliche Antwortzeit einer API,
  • den Status von Diensten,
  • die Anzahl der Requests pro Minute,
  • die Auslastung einer Datenbank.

Dadurch siehst du die wichtigsten Informationen über dein System an einem Ort.

Es ist ein bisschen wie das Cockpit in einem Auto.

Du musst nicht jedes technische Detail des Motors kennen, aber du siehst Geschwindigkeit, Tankstand, Temperatur und Warnleuchten. Grafana funktioniert ähnlich, nur eben für Anwendungen, Server und Infrastruktur.


Woher bekommt Grafana die Daten?

Das ist sehr wichtig: Grafana sammelt nicht automatisch alle Daten selbst.

Grafana verbindet sich meistens mit anderen Tools, die Daten sammeln oder speichern.

Beliebte Datenquellen für Grafana sind unter anderem:

  • Prometheus,
  • InfluxDB,
  • Loki,
  • Elasticsearch,
  • MySQL,
  • PostgreSQL,
  • Zabbix,
  • CloudWatch,
  • Azure Monitor,
  • Google Cloud Monitoring.

Grafana ist also ein Ort, an dem du verschiedene Datenquellen verbinden und in einer lesbaren Form darstellen kannst.

Das ist sehr praktisch, weil Daten in echten Projekten oft auf mehrere Systeme verteilt sind.

Einige Metriken liegen vielleicht in Prometheus, Logs in Loki, Geschäftsdaten in einer Datenbank und Infrastrukturdaten in der Cloud. Grafana hilft dabei, diese Informationen zusammenzubringen und an einem Ort anzuzeigen.


Grafana und Prometheus — was ist der Unterschied?

Grafana wird sehr häufig zusammen mit Prometheus verwendet.

Und genau hier sind viele Anfänger am Anfang etwas verwirrt, weil sie nicht wissen, worin der Unterschied besteht.

Die einfachste Erklärung lautet:

Prometheus sammelt und speichert Metriken.
Grafana zeigt diese Metriken als Diagramme und Dashboards an.

Prometheus ist also eher für die Daten zuständig, während Grafana diese Daten visualisiert.

Ein Beispiel:

Prometheus kann Informationen darüber sammeln, wie viel RAM ein Server verwendet. Grafana kann diese Information als verständliches Diagramm anzeigen.

Deshalb ist die Kombination Grafana + Prometheus in DevOps und Monitoring sehr beliebt.


Was kann man mit Grafana überwachen?

Mit Grafana kann man wirklich viele Dinge überwachen.

Die häufigsten Beispiele sind:

1. Server

Du kannst CPU-Auslastung, RAM-Auslastung, Festplattennutzung, Netzwerkverkehr, Systemlast und viele andere Parameter überwachen.

Das ist nützlich für Systemadministratoren, DevOps Engineers und Personen, die für den Betrieb der Infrastruktur verantwortlich sind.

2. Anwendungen

Du kannst prüfen, wie deine Anwendung funktioniert:

  • wie viele Fehler auftreten,
  • wie schnell sie antwortet,
  • wie viele Requests sie verarbeitet,
  • ob sich nach einem Deployment etwas verschlechtert hat,
  • ob Benutzer Probleme haben.

Das ist besonders wichtig bei Anwendungen, die auf Produktion laufen.

3. Datenbanken

Grafana kann auch beim Monitoring von Datenbanken helfen, zum Beispiel bei:

  • Anzahl der Abfragen,
  • Antwortzeiten,
  • Auslastung,
  • Anzahl der Verbindungen,
  • Fehlern,
  • langsamen Queries.

Dadurch erkennst du schneller, wenn eine Datenbank zum Flaschenhals wird.

4. Container und Kubernetes

Wenn du mit Docker oder Kubernetes arbeitest, ist Grafana ebenfalls sehr hilfreich.

Du kannst überwachen:

  • Container,
  • Pods,
  • Nodes,
  • Ressourcennutzung,
  • Neustarts,
  • Verfügbarkeit von Diensten,
  • Fehler im Cluster.

In Microservice-Umgebungen ist diese Art von Monitoring praktisch unverzichtbar.

5. Logs

Grafana kann auch zur Analyse von Logs verwendet werden, zum Beispiel zusammen mit Loki.

Dadurch kannst du nicht nur Metriken betrachten, sondern auch konkrete Ereignisse und Fehler in den Anwendungslogs prüfen.

6. Alerts

Grafana ermöglicht auch das Erstellen von Alerts.

Beispiele:

Wenn die CPU-Auslastung über 90 % steigt, kann Grafana eine Benachrichtigung senden.

Wenn die Anwendung viele HTTP-500-Fehler zurückgibt, kann das Team informiert werden.

Wenn die Antwortzeit einer API zu hoch wird, kannst du eine Benachrichtigung über Slack, E-Mail oder ein anderes Tool erhalten.

Das ist sehr wichtig, denn Monitoring ohne Alerts bedeutet oft, dass jemand manuell auf ein Dashboard schauen müsste. Und in der Praxis sitzt niemand den ganzen Tag da und aktualisiert Diagramme.


Warum ist Grafana so beliebt?

Meiner Meinung nach ist Grafana aus mehreren Gründen so beliebt.

Erstens ist Grafana sehr übersichtlich. Man kann Dashboards so erstellen, dass auch weniger technische Personen verstehen, was gerade passiert.

Zweitens integriert sich Grafana mit vielen Datenquellen. Es ist kein Tool, das nur für ein bestimmtes System gedacht ist.

Drittens ist Grafana sehr flexibel. Du kannst ein einfaches Dashboard für einen einzelnen Server bauen, aber auch eine größere Observability-Lösung für komplexe Systeme erstellen.

Viertens wird Grafana in vielen Unternehmen eingesetzt. Das bedeutet: Wenn du dieses Tool kennst, kann das ein großer Vorteil sein — besonders, wenn du dich für DevOps, Systemadministration, Performance Testing, Monitoring oder den Betrieb von Anwendungen interessierst.


Grafana in der Arbeit eines Testers

Grafana wird meistens mit DevOps Engineers und Systemadministratoren verbunden, aber meiner Meinung nach sollten auch Tester dieses Tool kennen.

Warum?

Weil die Arbeit eines Testers immer häufiger nicht mehr beim manuellen Prüfen einer Anwendung vor dem Deployment endet.

In vielen Teams ist QA auch daran beteiligt, die Qualität eines Systems nach dem Deployment zu analysieren. Dann ist es hilfreich zu wissen, wie man prüfen kann:

  • ob die Anwendung stabil läuft,
  • ob die Anzahl der Fehler nach einem Release gestiegen ist,
  • ob die API langsamer antwortet,
  • ob Performance-Tests echte Probleme zeigen,
  • ob die Infrastruktur überlastet ist,
  • ob Benutzer nach dem Deployment Probleme haben.

Grafana kann ein sehr gutes Tool für technische Tester, Test Automation Engineers oder Personen sein, die sich in Richtung QA Engineering, DevOps oder SRE entwickeln möchten.

Ein Beispiel:

Du führst einen Performance-Test mit JMeter oder k6 aus. Die Testergebnisse allein sind nützlich, aber wenn du sie mit Monitoring in Grafana kombinierst, siehst du deutlich mehr:

  • wie sich der Server verhalten hat,
  • wann die CPU-Auslastung gestiegen ist,
  • wann die Antwortzeiten größer wurden,
  • ob die Datenbank überlastet war,
  • ob die Anwendung Speicherprobleme hatte.

Das gibt dir ein viel besseres Bild als nur ein Testbericht.


Grafana und Observability

Im Zusammenhang mit Grafana hört man oft auch den Begriff Observability.

Auf Deutsch kann man das als Beobachtbarkeit eines Systems übersetzen, aber in der Praxis geht es um mehr als klassisches Monitoring.

Monitoring sagt uns oft: „Etwas ist nicht in Ordnung.“

Observability hilft uns zu beantworten: „Warum ist etwas nicht in Ordnung?“

Im Bereich Observability spricht man häufig über verschiedene Arten von Daten:

  • Metriken,
  • Logs,
  • Traces,
  • Profile.

Metriken zeigen Zahlen, zum Beispiel CPU-Auslastung, RAM-Auslastung, Antwortzeit oder Anzahl der Fehler.

Logs zeigen konkrete Ereignisse, Meldungen und Fehler.

Traces helfen dabei, den Weg eines Requests durch verschiedene Teile eines Systems zu verfolgen. Das ist besonders wichtig bei Microservices.

Grafana passt sehr gut in diese Welt, weil es diese Daten analysieren und an einem Ort darstellen kann.


Ist Grafana schwierig?

Am Anfang kann Grafana kompliziert wirken, besonders wenn man zum ersten Mal Dashboards, Datenquellen, Queries und Alerts sieht.

Aber die Grundidee ist einfach.

Du hast Daten.
Du verbindest eine Datenquelle.
Du erstellst ein Dashboard.
Du fügst Panels hinzu.
Du konfigurierst Diagramme.
Optional richtest du Alerts ein.

Die größte Schwierigkeit liegt nicht darin, in Grafana zu klicken, sondern darin zu verstehen, was man eigentlich überwachen möchte.

Denn man kann ein schönes Dashboard haben, das fast nichts aussagt.

Und man kann ein einfaches Dashboard haben, das sofort die wichtigsten Probleme zeigt.

Deshalb geht es in Grafana nicht nur darum, Diagramme zu erstellen. Es geht darum, gute Fragen zu stellen:

  • Was ist für das System wirklich wichtig?
  • Welche Metriken zeigen ein echtes Problem?
  • Wann sollten wir einen Alert erhalten?
  • Welche Daten helfen bei der Fehlersuche?
  • Was wollen wir nach dem Deployment einer neuen Version sehen?

Das ist viel wichtiger als das Aussehen des Dashboards.


Ein einfaches Beispiel für den Einsatz von Grafana

Nehmen wir an, du hast eine einfache Webanwendung und einen Linux-Server.

Du möchtest wissen:

  • ob der Server läuft,
  • wie stark die CPU ausgelastet ist,
  • wie viel RAM verwendet wird,
  • ob der Speicherplatz knapp wird,
  • wie viele Requests die Anwendung verarbeitet,
  • ob Fehler auftreten,
  • wie hoch die Antwortzeit ist.

In diesem Fall kannst du ein Grafana-Dashboard erstellen, das all diese Informationen an einem Ort zeigt.

Wenn du das Dashboard öffnest, siehst du sofort, ob das System normal funktioniert oder ob etwas Verdächtiges passiert.

Genau in diesem Moment beginnt Grafana wirklich Sinn zu ergeben.

Nicht als „schöne Diagramme“, sondern als echtes Werkzeug, um die Qualität eines laufenden Systems zu kontrollieren.


Wer sollte Grafana lernen?

Grafana ist besonders nützlich für Personen, die in folgenden Bereichen arbeiten oder arbeiten möchten:

  • DevOps,
  • QA Engineering,
  • Performance Testing,
  • Systemadministration,
  • Application Monitoring,
  • SRE,
  • Cloud Computing,
  • Kubernetes,
  • Backend Development,
  • Betrieb von produktiven Anwendungen.

Meiner Meinung nach ist Grafana auch ein sehr gutes Tool für Personen, die tiefer in die technische Seite der IT einsteigen möchten.

Wenn du bisher nur Grundlagen im Testing oder in der Programmierung kennst, kann dir Grafana helfen, besser zu verstehen, wie Anwendungen nach dem Deployment funktionieren.

Und dieses Wissen ist wirklich wertvoll.


Lohnt es sich, Grafana zu lernen?

Ja, definitiv.

Grafana ist praktisch, beliebt und wird in echten Projekten verwendet.

Es ist keine Technologie, die man nur lernt, um „etwas mehr im Lebenslauf zu haben“. Es ist ein Tool, das im Alltag wirklich helfen kann.

Mit Grafana kannst du:

  • Probleme schneller erkennen,
  • das Verhalten von Anwendungen besser analysieren,
  • Infrastruktur überwachen,
  • Dashboards für dein Team erstellen,
  • Alerts konfigurieren,
  • Daten aus verschiedenen Quellen verbinden,
  • besser verstehen, wie Systeme auf Produktion funktionieren.

Genau deshalb wird Grafana so häufig in Unternehmen eingesetzt.


Zusammenfassung

Grafana ist ein Tool zur Visualisierung, Überwachung und Analyse technischer Daten.

Es ermöglicht das Erstellen von Dashboards, das Verbinden verschiedener Datenquellen, die Analyse von Metriken, Logs und Traces sowie das Konfigurieren von Alerts.

Am häufigsten wird Grafana für das Monitoring von Anwendungen, Servern, Datenbanken, Containern, Kubernetes, Cloud-Diensten und IT-Infrastruktur verwendet.

Wenn du dich für DevOps, QA, Performance Testing, Systemadministration interessierst oder einfach besser verstehen möchtest, was mit einer Anwendung nach dem Deployment passiert, dann ist Grafana definitiv ein Tool, das du kennenlernen solltest.

Am Anfang kann es etwas technisch wirken, aber sobald du die Grundlagen verstehst, wirst du schnell merken, dass die größte Stärke von Grafana sehr einfach ist: Es zeigt klar und verständlich, was sonst in Metriken, Logs und Monitoring-Systemen versteckt wäre.

Und in der IT ist das wirklich viel wert.

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